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Afrika-Cup III – Ein Terrier kann eben nicht mit Adlern
Februar 5, 2008, 9:19
Gespeichert unter: Rund ums Runde | Schlagworte:

Der Afrika-Cup nähert sich dem Finale. Vier Mannschaften sind übrig und nur eine kommt aus Nordafrika: Titelverteidiger Ägypten wird seiner Rolle gerecht. Gestern wurden in einem ansehnlichen Match (zumindest in HZ 1) die Angolaner aus dem Turnier geworfen. Angola glänzte mit ansehnlichem Spiel und Arsenals Manucho gelang ein Traumtor. Effektiver aber spielte Ägypten: Ein zweifelhafter Elfmeter und ein reingemurmelter Treffer von Amr Zaki (Sebastian Kehl lässt grüßen) reichten zum Sieg.
Neben Ägypten stehen Kamerun, Elfenbeinküste und Ghana im Halbfinale. Die Favoriten haben sich damit alle durchgesetzt und es wird spannend sein zu sehen, wer sich durchsetzen kann. Zumindest bei den drei letztgenannten dürfte klar sein, dass alles andere als ein Turnier-Sieg nur Schande bedeuten kann. Die Konsequenzen erfährt Berti Vogts grade am eigenen Leib. Mit Nigeria schied er gegen Ghana aus und steht vor der Entlassung. Nicht ganz zu Unrecht, wie man beim Guardian findet. “Vogts rupft Super-Eagles” könnte man ungefähr übersetzen und damit ist klar, wer der Schuldige ist: Der Trainer von 1996 schaffte es nicht, seinem Team die nötige Aggresivität zu verleihen. Selbst als Ghana nur noch zu zehnt auf dem Platz stand, kam von Nigeria nichts.

It was then that Vogts’s limitations came to the fore.

analysiert Paul Doyle schonungslos.

Das allerdings drei Teams aus dem mittleren Afrika kommen, zeigt, wie weit sich der Fußball dort inzwischen entwickelt hat. Und es hat sicherlich nichts damit zu tun, dass Ochsen für den Sieg geopfert werden müssen, wie Sportschau-Moderator Reinhold Beckmann in dümmlicher Rückständigkeit am Samstag zu wissen glaubte. Stattdessen spielen diese Teams einen gut organisierten und offensiven Fußball. Plus: Alle drei haben Weltstars in ihren Reihen, die im entscheidenden Moment den Unterschied machen (können). Kamerun stellt mit Eto’o (FC Barcelona) den momentan besten Torschützen, die Elfenbeinküste hat nicht nur Chelseas Drogba in ihren Reihen, sondern gleich eine ganze Reihe international erfahrener Kicker. Sein Teamkollege Michael Essien schließlich war maßgeblich an Ghanas Erfolg beteiligt.
Ägypten fällt in diesem Punkt hinter die anderen Teams zurück. Dafür beeindrucken sie mit konstant guten Leistungen und viel Selbstvertrauen. Noch keine Niederlage bei diesem Turnier und der Bonus des Champions: Ägypten ist nicht zu unterschätzen. Sie spielen nun gegen die Elfenbeinküste, während Kamerun auf Gastgeber Ghana trifft.

Manuchos 1:1 (what a bullet!)


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